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Auftraggeber: Klinikum Ernst von Bergmann · Aufgabe: Öffentlichkeit für Neubau gewinnen, ohne Vertrauen in heutige Versorgung zu beschädigen · Leistungen bergmannwandel: Konzept · Dramaturgie · Multimediale Umsetzung · Ausstellungsdesign

Die Ausgangslage

Das Klinikum Ernst von Bergmann ist das zentrale Krankenhaus der Landeshauptstadt Potsdam. Baulich veraltet. Eine Machbarkeitsstudie 2023 bestätigt: Ohne kompletten Neubau lässt sich die langfristige Spitzenversorgung nicht sichern. Gleichzeitig das Dilemma: Jede Begründung des Neubaus könnte das Vertrauen in die aktuelle Patientenversorgung erschüttern. Reine Architekturargumente erreichen keine breite Öffentlichkeit.

Blick in die Ausstellung

Die Lösung

Statt klassischer Bau-PR: eine immersive, multimediale Ausstellung in drei Akten. Titel: „Potsdam.Gesundheit.Zukunft. – Eine Gesundheitsreise ins Übermorgen." Eröffnung September 2024 auf dem Klinikcampus.

Blick in den Historienraum

Akt 1 – Historienraum

Sechs Kurzgeschichten zu medizinischen Durchbrüchen, die unser heutiges Leben prägen. Popkulturelle Bezüge machen Geschichte emotional erlebbar: Von Röntgenstrahlen zum iPhone, von Antibiotika zu Tennessee Williams.

Akt 2 – Mittelobjekt

Eine raumgreifende Installation, entworfen von dem Bühnenbildner Fabian Lüdicke, gebaut im Studio Babelsberg. Vier Dimensionen künftiger Klinikbauten – Patient*innen-Zentrierung, Mitarbeitenden-Fokus, Nachhaltigkeit, flexible Infrastruktur – werden über mechanische Animationen, Schlagwort-Cluster und QR-Codes erfahrbar.

Mittelobjekt Technik
Mittelobjekt Technik
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Sitcom Übersicht

Akt 3 – Sitcom 2054

Auf sechs Monitoren erzählt eine KI-animierte Potsdamer Familie von ihrem Alltag im Jahr 2054: personalisierte Prävention, digitale Gesundheitsassistenten, modulare Klinikstrukturen. Humorvoll statt belehrend.

Heilende Architektur

Internationale Beispiele heilender Architektur – von Kopenhagen bis zur Schweiz – rahmen die Ausstellung ein.

Das Ergebnis

Die Ausstellung übertraf alle Erwartungen:

  • Laufzeit: Von geplant 6 Wochen auf 12 Monate verlängert.
  • Mobilität: Modularer Aufbau – binnen Stunden ins Rathaus Potsdam verlagert, dort ein Jahr gezeigt.
  • Politische Wirkung: Zusage der Unterstützung von Stadt und Land für den Klinikneubau.
  • Permanenz: Eine reduzierte Version bleibt dauerhaft im Klinikum.
  • Auszeichnung: ku Award 2025 (Sonderpreis).